Die Wähler der Bundesrepublik Deutschland haben am 27. September die Zusammensetzung des Bundestages neubestimmt. Das Parlament setzt sich in der 17. Legislaturperiode aus sechs Parteien zusammen. Die CDU/CSU verlor 1,4 Prozentpunkte und bekam 33,8 % der Zweitstimmen; sie erreichte nur bei der Wahl zum ersten Deutschen Bundestag 1949 ein schlechteres Ergebnis. Die SPD verlor erdrutschartig 11,2 Prozentpunkte und fuhr mit 23,0 % ihr schlechtestes Zweitstimmenergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik ein. Zur drittstärksten politischen Kraft im neuen Bundestag wurde mit einem Stimmenanteil von 14,6 % und einem Zugewinn von 4,6 Prozentpunkten die FDP. Es war das beste Ergebnis der Liberalen bei Bundestagswahlen. Die Linke mit 11,9 (+3,2 Prozentpunkte) und Bündnis 90/Die Grünen mit 10,7 (+2,6 Prozentpunkte) zogen ebenfalls mit einem zweistelligen Ergebnis in den Bundestag ein. Über die 5-%-Hürde schaffte es keine andere Partei. Die Piratenpartei erreichte unter diesen Parteien mit einem Stimmenanteil von 2,0 % der Zweitstimmen aus dem Stand den höchsten Stimmenanteil.
Der Bundestag besteht in der 17. Legislaturperiode aus 622 Abgeordneten, davon 24 Überhangmandate, 21 davon für die CDU und 3 für die CSU. Die CDU erhielt 194, die CSU 45 und die FDP 93 Mandate. Eine schwarz-gelbe Koalition kommt somit auf 332 Mandate, 21 mehr als die absolute Mehrheit. Die SPD stellt künftig 146 Abgeordnete, und Bündnis 90/Die Grünen ziehen mit 68 Abgeordneten in den Bundestag ein. Die Linke bekam 76 Sitze.